Watzmann-Mittelspitze über das Wiederband
Um kurz nach Fünf zogen wir von Hammerstiel los, Cord, Darko und ich. Eine Stunde brauchten wir bis zur Benzinkurve, zwei Stunden bis zum Einstieg kurz über den Resten des Watzmann-Gletschers. Nach einer kurzen Rast hieß es Helm auf, und in kürzester Zeit war der Einstiegspfeiler ersteigen, schön luftig im 3. Schwierigkeitsgrad. Bei optimalen Temperaturen ging es in einer Querung leicht bergab, bevor wir, uns scharf nach Süden wendend, auf das mächtige Wiederband gelangten. Die schiere Größe des Bandes, unterbrochen von zwei leichten Kletterstellen, nahm uns in ihren Bann. An seinem Ende erreichten wir den "Bandwächter", dort schrieben wir uns ins Wandbuch und machten eine kurze Rast. In toller Kletterei, teilweise super Fels, teilweise sehr schottrig, ging es nun immer wieder über Abbruchzonen und kleinere Bänder weiter aufwärts. Leider verbargen die Wolken zumeist den freien Blick auf den Königsee.
Nach ca. zwei Stunden standen wir dann auf der Watzmann-Mittelspitze, 2713 m. Die kurze Querung zum Hocheck und dann hinunter zum Watzmannhaus waren Routine. Nach kurzer Stärkung auf der wegen des Umbaus überfüllten Terrasse nahmen wir die restlichen Meter über den Falzsteig nach Hammerstiel in Angriff. Nach fast zehn Stunden waren wir wieder am Auto, erschöpft und glücklich.
Schee war's! Felix Fischer